Der Narwal wurde in früherer Zeit als Einhorn des Meeres bezeichnet.
Er gehört zu den Zahnwalen und lebt im Arktischen Ozean. Er wird bis 6 m lang. Die Männchen haben einen markanten, langen Stoßzahn. Es handelt sich um einen Zahn des Oberkiefers, der schraubenförmig gewunden die Oberlippe durchbricht und bis 3 m lang werden kann. Wahrscheinlich dient der Zahn den Männchen bei Rivalenkämpfen, ähnlich dem Geweih bei Hirschen.
Der Zahn wurde in Mittelalter und Früher Neuzeit dem Einhorn zugeschrieben und diente so als "Beweis" für die Existenz dieses mystischen Wunderwesens.
Die Bezeichnung „Narwal“ leitet sich vermutlich vom norwegischen Wort „nar“ ab, welches als „toter Körper“ übersetzt werden kann. Die hellbraune bis weiße Haut des Narwals ist mit grauen, schwarzbraunen Flecken gesprenkelt.
Figürliche Schnitzereien im Fachwerk - woher kommen die Mündener Narwale?
An vielen Fachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert in Hann. Münden, Südniedersachsen, finden sich geschnitzte Narwale und Meereseinhörner. (siehe fotos) Im Rahmen unserer Stadtführungen und Vorträge erläutern wir verschiedene Ideen und Ansätze, die die Herkunft, Verbreitung und Bedeutung dieser Schnitzereien betreffen. Aber: können wir die vielen offenen Fragen heute noch klären? Unterstützen Sie uns dabei:
Motivrecherche: Meermonster, Meereseinhörner und Narwale im Fachwerk des 17. Jahrhunderts
Figürliche Fachwerkmotive aus dem Motivkanon Wasser und Meer gibt es viele. Aber in welcher deutschen Stadt gibt es Wale im Fachwerk? Und wo gibt es Narwale? Jene Wale, deren Stoßzähne in vergangenen Jahrhunderten als Einhornhörner die Phantasie der Menschen beflügelten? In Südniedersachsen, vornehmlich in den Städten Hann. Münden und Hardegsen, kennen wir eine Vielzahl von Fachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert, deren Gebälkzonen diese figürlichen Schnitzereien aus dem Motivkanon Wasser aufweisen, darunter zahlreiche Meermonster, Meereseinhörner und Narwalmotive. Die Motive treten immer paarweise auf, in der Mehrzahl der Fälle sind die Figuren einander zugewandt.
Sollten Sie Narwalmotive oder Meereseinhörner im Fachwerk kennen oder sogar über entsprechendes Fotomaterial verfügen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Danke!
Investigation for carved unicorns of the sea and narwhals in 17th-century half-timbering
Carvings and markings belonging to the world of water and sea can be found on the facades of many timber-framed houses in Germany - and probably all over the world. But where can we find carved unicorns of the sea and narwhals? Those fabulous or famous species of the sea with the long tusks, which were meant to be the fabled horn of the unicorn in former times.
In Lower Saxony in Germany, in two small towns, Hann. Münden and Hardegsen, there are many half-timbered houses of the 17th century, with carved bas-reliefs of unicorns of the sea or narwhals – alone or in combination with other figures like whales, dragons and sea snakes. They are depicted in twos relating to the strong symmetrical order of ornaments in half-timbering. Do you know about those motifs? In 2006 Klaus Barthelmess gave us the chance to present some of our ideas and findings on the 7th cologne whaling conference - thank you again, Klaus! This year we did a new investigation for the carved unicorns of the sea in timber-framing in Germany – but didn’t were successful yet.
Now we hope that some international experts on whales, whaling or history of arts can help us: If you know about those motifs in timber-framing in any country, would you please be so kind to contact us? If you have photos, ideas or hints, we would be very pleased to hear about too.